
Bei der Informationssuche stößt man häufig auf eine Verwirrung bei den Begrifflichkeiten. Ausdrücke wie „Schrägtor“, „Tor bergauf“ oder „Tor am Hang“ werden in der Alltagssprache oft synonym verwendet, obwohl es sich aus technischer Sicht um zwei völlig unterschiedliche Situationen handelt. Sie müssen nicht weiter suchen. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über Tore und Zäune am Hang – von der Klärung der Unterschiede zwischen den verschiedenen Begriffen bis hin zu konkreten Lösungen für Ihr Projekt.
Betrachten wir jede dieser Situationen im Detail, sowohl aus der Sicht des Tores als auch des Zauns.
Stellen Sie sich vor, Sie stehen auf der Straße mit dem Gesicht zu Ihrem Haus. Das Gelände der Einfahrt zum Grundstück ist an einem Ende höher und am anderen niedriger. Würden Sie in diese Öffnung ein klassisches rechtwinkliges Tor einsetzen, entstünde unter einem Ende eine große dreieckige Lücke. Seien wir ehrlich: Eine solche Lösung würde sehr billig und ästhetisch unattraktiv wirken. Zudem brächte sie praktische Nachteile mit sich – zum Beispiel könnte Ihr Hund durch diese Öffnung entwischen oder fremde Tiere könnten auf das Grundstück gelangen.
Die gute Nachricht ist, dass bei einem solchen Gefälle jede Art der Toröffnung gewählt werden kann:
Flügeltor (ein- und zweiflügelig): Eine traditionellere und einfachere Lösung. Es löst das Problem der Lücke, indem es diese einfach ausfüllt. Der Nachteil von Flügeltoren ist, dass Sie für das Öffnen der Flügel freien Raum im Hof benötigen. Die Flügel werden exakt auf Maß abgeschrägt gefertigt. Sie funktionieren genauso zuverlässig wie bei einer horizontalen Einfahrt; wichtig ist lediglich das präzise Ausmessen der Winkel.

Wenn Sie die Realisierung eines schrägen Zweiflügeltores planen, empfehlen wir bereits in der Planungsphase eine Rücksprache mit dem Hersteller. Bei diesem Tortyp ist es oft notwendig, einen Flügel zum Hof hin und den anderen zur Straße hin zu öffnen, was bereits im Produktionsprozess berücksichtigt werden muss.
Faltflügeltor: Dieses moderne System löst das Problem des Platzmangels beim Öffnen der Flügel in das Grundstück hinein. Es kann bis zu zwei Drittel der benötigten Tiefe im Vergleich zu einem klassischen Flügeltor einsparen.

Schräge Flügeltore können nicht als Faltsystem ausgeführt werden. Eine Kombination aus „schräg“ und „faltbar“ ist technisch nicht möglich, ohne dass die Unterkante eines der Flügel das Gelände berührt. Daher empfehlen wir diese Lösung nur, wenn der Steigungswinkel nicht ausgeprägt ist, da sonst der Spalt unter dem Tor unverhältnismäßig groß ausfallen müsste.
Schräges Schiebetor (freitragend oder schienen geführt): Dies ist eine technisch anspruchsvollere, aber sehr populäre und elegante Lösung. Wie der Name schon sagt, wird die Konstruktionsform an den Steigungswinkel der Straße angepasst, wodurch das Tor optisch schräg wirkt. Der Rahmen bildet hierbei kein Rechteck, sondern ein Parallelogramm. Die vertikalen Rahmenprofile und Pfosten bleiben aus Stabilitätsgründen lotrecht (senkrecht), während die horizontalen Profile exakt dem Gefälle des Terrains folgen und somit parallel dazu verlaufen. Da die Schwerkraft ständig auf die Bewegung des Tores einwirkt, muss es mit einer speziellen hydraulischen Bremse ausgestattet sein. Diese sorgt dafür, dass das Tor auch an seinem höchsten Punkt sicher geöffnet bleiben kann.

Eine völlig andere Situation ergibt sich, wenn Sie mit dem Auto auf das Grundstück fahren wollen, das Gelände aber unmittelbar hinter der Zaungrenze in Richtung Haus ansteigt. In einem solchen Fall würde der Flügel eines herkömmlichen Flügeltors bereits nach wenigen Zentimetern am ansteigenden Gelände hängen bleiben.
Die ideale Lösung für eine ansteigende Einfahrt ist eindeutig ein Schiebetor. Sofern die Grundstücksaufteilung das seitliche Verschieben des Tores hinter den Zaun erlaubt, ist dies die Option, die wir immer zuerst empfehlen, da sie wertvollen nutzbaren Raum spart. Da sich die Torkonstruktion zur Seite bewegt, spielt das ansteigende Gelände hinter der Einfahrt keine Rolle. So lösen Sie die Herausforderung eines unebenen Geländes einfach und modern.

Wenn Sie sich ein Schiebetor wünschen, aber durch die Breite des Grundstücks eingeschränkt sind, ist die Lösung entweder ein Schiebetor mit kurzem Überhang (bzw. mit einer Gegengewichtsvorrichtung) oder ein Teleskop-Schiebetor. Beide Optionen finden Sie in unserem Konfigurator.
Eine Alternative zum Schiebetor ist ein spezielles Flügeltor für Hanglagen. Wenn Sie schlichtweg keinen Platz für ein Schiebetor haben, ist dies die einzige gängige Lösung. Damit das Flügeltor nicht gegen den Hang stößt, muss es an speziellen Steigungstorbändern (exzentrischen Bändern) montiert werden. Diese stellen sicher, dass sich der Flügel beim Öffnen gleichzeitig nach oben hebt, damit er nicht am Gelände hängen bleibt.

Wenn das Tor erst einmal geklärt ist, muss der Rest der Umzäunung angepasst werden. Bei einem Hanggrundstück haben Sie zwei Möglichkeiten zur Auswahl. Den unteren Teil des Zauns können wir in beiden Fällen mit einem Streifenfundament oder einer Mauer lösen, um unerwünschte Lücken zu vermeiden. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch darin, wie die obere Linie des Zauns verläuft.
Die häufigere und zugleich günstigere Lösung ist ein Stufenzaun (Kaskadenzaun). Die Mauern bzw. Zaunfüllungen sind waagerecht montiert. Dort, wo ein Zaunfeld endet, folgt ein Sprung, und das nächste Feld wird ein Stück tiefer gesetzt. Dies erzeugt einen Treppeneffekt an der Oberkante des Zauns.

Die hochwertigere Alternative ist ein schräger Zaun, der dem Verlauf des angrenzenden Geländes folgt. Visuell ist dies die sauberste, aber auch teurere Lösung. Die Zaunfelder werden exakt in dem Winkel gefertigt, den der Hang aufweist. Die Pfosten stehen senkrecht (lotrecht), aber die Lamellen oder die Füllung verlaufen schräg, parallel zum Boden.
Die Handhabung eines Tores in hangigem Gelände ist physisch anspruchsvoll. Obwohl Aluminiumtore sehr leicht sind, neigen sie aufgrund der Schwerkraft dazu, von selbst zuzufallen oder aufzuspringen. Bei der Platzierung eines Tores am Hang empfehlen wir eindeutig die Investition in einen hochwertigen elektrischen Antrieb.
Bei Schiebetoren verwenden wir Radialbremsen, sowohl bei manuellen als auch bei elektrisch betriebenen Toren. Die Radialbremse sorgt, wie der Name schon vermuten lässt, für die Bremswirkung. Dies gewährleistet ein sicheres manuelles Verschieben, sorgt aber auch für einen geringeren Verschleiß des Antriebs, da der Druck reduziert wird.
Im Falle von Flügeltoren gibt es so etwas wie eine Radialbremse nicht. Wenn Sie also keinen Antrieb haben und ein Tor mit Öffnung zum Hang in Betracht ziehen (also ein Tor mit exzentrischen Bändern), müssen Sie mit dem „Ziehen“ bzw. „Drücken“ des Torflügels rechnen, je nachdem, ob es bergauf oder bergab geht. Bei dieser Art von manuellem Tor sollten Sie zudem bedenken, ob sich Ihr Grundstück in einer windigen Gegend befindet, da Wind die Nutzung eines solchen Tores sehr unangenehm machen kann.
Doch Antrieb ist nicht gleich Antrieb. Ein Motor am Hang muss einen deutlich höheren Widerstand überwinden als bei einer Bewegung in der Ebene. Neben dem Öffnen des Tores muss er dieses bei der Abwärtsbewegung auch aktiv bremsen. Die Qualität des Antriebs ist daher entscheidend. Für jegliche anspruchsvolle Installationen haben sich bei uns moderne bürstenlose (brushless) Antriebe des italienischen Herstellers ROGER bestens bewährt. Diese Motoren arbeiten mit einer digitalen Kraftsteuerung, überhitzen selbst bei intensiver Belastung nicht und können die Geschwindigkeit des Tores auch an steilen Hängen konstant halten.
Ein Hang ist kein Hindernis, sondern lediglich ein Parameter, den es zu berücksichtigen gilt. Ein fachgerecht konzipiertes und hochwertig gefertigtes Aluminiumtor sowie der passende Zaun werden über viele Jahre hinweg zuverlässig funktionieren – ganz gleich, ob Ihr Grundstück eben ist oder nicht.
Konfigurieren Sie in nur wenigen Minuten ein Tor oder einen Zaun nach Ihren Vorstellungen.
Wir unterscheiden zwei Situationen: Entweder fällt das Gelände entlang des Zauns ab (das Tor befindet sich an einer schrägen Straße) oder das Gelände steigt in Richtung Hof an (Einfahrt bergauf).
Ein schräges Tor ist ein Tor, dessen Konstruktion an den Steigungswinkel der Straße angepasst ist. Sein Rahmen hat die Form eines Parallelogramms, wobei die vertikalen Profile lotrecht (waagerecht im Sinne der Ausrichtung) stehen, die horizontalen Profile jedoch dem Gefälle des Geländes folgen.
Bei einem schrägen Tor kann jeder Typ gewählt werden: Schiebetore (freitragend oder schienengeführt), Flügeltore (ein- und zweiflügelig) und sogar Falttore.
Der Hauptnachteil eines Flügeltors ist der benötigte Freiraum im Hof, um die Flügel öffnen zu können.
Falls das Gelände hinter der Grundstückseinfahrt ansteigt, würde ein herkömmliches Flügeltor am Boden hängen bleiben. Die ideale Lösung ist ein Schiebetor; eine Alternative ist ein spezielles Flügeltor mit Steigungstorbändern (exzentrischen Bändern).
Wenn der Platz für ein Standard-Schiebetor nicht ausreicht, ist die Lösung entweder ein Schiebetor mit kurzem Überhang (mit einer Gegengewichtsvorrichtung) oder ein Teleskop-Schiebetor.
Bei einer Einfahrt bergauf (Öffnung in den Hang hinein) ist der Einsatz eines Faltores technisch nicht realisierbar.
Wir empfehlen einen Antrieb für Tore am Hang ausdrücklich. Die Handhabung eines Tores im Gefälle ist physisch anspruchsvoll, und je nach Konstruktion neigt das Tor aufgrund der Schwerkraft dazu, sich selbstständig zu bewegen.
Ein Stufenzaun ist die häufigere und günstigere Lösung für Zäune am Hang. Dabei sind die Zaunfüllungen waagerecht montiert und mit sichtbaren Abstufungen (Sprüngen) hintereinander angeordnet.
Ein schräger Zaun ist eine hochwertige und optisch attraktive Lösung für Hanglagen. Die Zaunkonstruktion wird exakt nach Maß entsprechend dem Neigungswinkel des Hanges gefertigt. Die Pfosten stehen senkrecht, aber die Lamellen verlaufen schräg, parallel zum angrenzenden Gelände.